Trainingslager FFT1 2026 – Tag 4

Trainingslager 2026 – 4. Tagebucheintrag
Montag, 2. März 2026

Verehrte Leserschaft unseres Fussballzirkels

Es ist uns eine Wonne, euch die pikanten wie sportlichen Ereignisse von Tag Nummer Vier unserer Trainingsresidenz zu enthüllen. Zückt die Fächer, spitzt die Ohren – und haltet euch an euren Salzstängeln fest.

Am Vorabend versammelte sich die erlesene Gesellschaft an der Bar, wo das hochphilosophische Kartenspiel Busfahrer zelebriert wurde – ein Spiel, dessen Ziel es angeblich ist, Karten loszuwerden, in Wahrheit jedoch die Würde. Der ehrenwerte Coach V.D. entpuppte sich dabei als ausserordentlich talentierter Buschauffeur. Mit traumwandlerischer Sicherheit manövrierte er durch jede Kartenrunde, als hätte er nie etwas anderes getan. Weniger glorreich verlief die Fahrt für unser Küken M.H. Ob die erst kürzlich bestandene Autoprüfung zu viel Selbstvertrauen verlieh, oder ob die Schlücke schlicht zu gross gerieten – man weiss es nicht. Doch man munkelt, ihr Bus fuhr mehr im Kreis als auf gerader Strecke.

Eine Stunde später als gewöhnlich – welch Dekadenz! – erschien die Truppe zum Frühstück. Der verlängerte Schönheitsschlaf schien jedoch nicht allen hold gewesen zu sein. Zimmer S.B. und S.Bu. berichteten von nächtlichen Geistererscheinungen, während D.B. von Krokodilen heimgesucht wurde. Ob es sich um Albträume handelte oder um die Spätfolgen des Busfahrens, bleibt Gegenstand intensiver Ermittlungen.

Beim Frühstück kam es zu einer Szene, die selbst vor dem ehrwürdigen Gerichtshof Bestand hätte: Anwältin S.Bu. nahm die Hagmänners ins Kreuzverhör. Gegenstand der Anklage: Die schier unglaubliche Sockenanzahl von A.H. – über 100 Stück!!! Die Frage nach den Top 3 brachte A.H. nach langem Nachdenken zur bahnbrechenden Antwort: „15!“ Die Jury ist noch immer verwirrt.

Bei der Besprechung der Athletiktests wurde mit der beeindruckenden Masseinheit Nutenmeter jongliert. Niemand wusste so recht, was ein Nutenmeter ist – doch er wurde mit solcher Überzeugung ausgesprochen, dass man ihn beinahe hätte patentieren lassen können.

Der freie Vormittag bot Sonne, Meer und erbitterte Spike-Ball-Duelle im Sand. Hier zeigte sich der U40-Coach von seiner strukturierten Seite und schubladisierte die noch nicht 30-jährigen 1998er A.B. und S.B. kurzerhand in eine eigene Alterskategorie. Das Team wartet indes noch immer auf die nachträgliche Geburtstagseinladung – schliesslich gehört man jetzt offiziell zu einer neuen Generation.

Wie jedes Jahr begaben sich V.K. und F.B. auf Schnäpplijagd – mit Erfolg! Der Verkäufer klassierte V.K. kurzerhand als die wohlhabendere Erscheinung und animierte sie galant, auch noch F.B.s Waren zu übernehmen. Wahre Freundschaft zeigt sich eben an der Kasse.

Das Mittagessen verlief – man halte sich fest – ohne Zwischenfälle. Ein Skandal an sich.

Am Nachmittag widmete sich die edle Gesellschaft ihren Stärken. Spielerinnen wie STAFF-Mitglieder reflektierten über ihre Talente welche unser Team so besonders machen.

Zum nächsten Training dann ein Drama: Die Musikbox von M.T. wurde vergessen! So mussten wir schweren Herzens auf die grossen Klassiker verzichten: HASSAN, SIRI-SIRI-SIRI, Du hast mich tausend Mal belogen, Zebrastreifenpferd und Blumen-Jodel. Die Stille war ohrenbetäubend.

Auf dem Platz begrüsste uns der nördige Theresia-Wind, doch die Sonne lächelte versöhnlich. Physio A.H. absolvierte ihre Jogging-Einheit vom Hotel bis zum Platz – über 12 Kilometer, vom Winde getragen wie eine sportliche Heldin in einem epischen Roman.

Das letztjährige braungebrannte Salzstengeli F.B. hingegen kämpft in dieser Saison mit rebellierendem Muskelkater. Die Ski-Schuhe wurden gegen Nockenschuhe getauscht – doch irgendwo unterwegs ging wohl das nötige Salz verloren.

Die Trainingsschwerpunkte: Chaos-Übung (ein gesellschaftlicher Dauerzustand), Sprints, und Kopfbälle.

Zum Abschluss die nächste Fussball-Challenge: Ein Ball in die Höhe, mit dem anderen verschieben, wieder fangen, hinten anschliessen – alles auf Zeit. Ziel: Möglichst viele Meter sammeln. Und nein – keine Nutenmeter.

Für die Regeneration begab sich die Gruppe ins Meer – bei Temperaturen, die selbst Pinguine zum Nachdenken bringen würden. Die Schenkel wurden schockgefroren und die Kaffeegruppe verlagerte ihre Schlürfzeremonie direkt ins Wasser. A.Ba. und M.O. versuchten mit vorbildlicher Energie, V.D. ins kühle Nass zu befördern. Trotz tomaten-lädiertem Oberschenkel entkam er – wenn auch nur knapp.

Vor dem Nachtessen wurden die berüchtigten hässlichen T-Shirts für die Verlierer-Gruppe Charlie ausgelost. Die Sigg-Sagg-Sugg-Anleiterin C.H. selbst „gewann“ das haarige Oberteil mit sexy Badestrang. Man sagt, es sei ein modisches Statement. Man weiss nur nicht, welches.

Beim Nachtessen wagte sich S.Bu. unter Anleitung von M.T. an die hohe Kunst der Fisch-Zedierung. Mit chirurgischer Präzision opduzierte sie Flossen, filetierte und eliminierte jede Gräte.

Und so endete dieser denkwürdige Tag wieder an der Bar, wo man zunächst noch glaubte, der Abend würde gesittet ausklingen. Es wurden Karten gemischt, Geschichten gesponnen und vermutlich neue Buslinien geplant. Dann plötzlich begann – ganz harmlos, versteht sich – das sagenumwobene Hühnerspiel. Was als unschuldiges Gackern begann, entwickelte sich innert Sekunden zu einem akustischen Spektakel von internationaler Bedeutung. Binnen kürzester Zeit wurde unserem stolzen Namen „Der Hühnerhaufen“ mehr als nur Ehre gemacht. Gäste aus sämtlichen Nationen durften Zeugen dieses kulturellen Beitrags werden – ob sie wollten oder nicht. Man munkelt, das Servicepersonal habe kurzzeitig erwogen, eine Futterausgabe zu organisieren.

So endete ein weiterer Tag vollgepackt mit unvergesslichen Erinnerungen.

In gespannter Erwartung weiterer Anekdoten,
Die Adelhäuser um Lady M. Federington, Lady C. Bridgerton und Lady D. Danburry

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