Trainingslager 2026 – 3. Tagebucheintrag
Sonntag, 1. März 2026
Das Wort zum Sonntag, feierlich verkündet von A.Ba.: „Mengisch muesch mit em Strom schwimme“. Zur Einordnung, liebe Leserinnen und Leser: V.D. hat normalerweise die noble Angewohnheit, am Tisch nicht aufzuschliessen, strategisch clever, damit er von der Tischmitte aus wirklich jedem Gespräch seinen Senf beimischen kann. Heute jedoch, am Sonntag, 1. März 2026, geschah Historisches. Er hat die Tischregeln verstanden und ist zum Wohl aller aufgeschlossen.
Bereits gestern Abend wurden in zwei kreativen Gruppen Freistoss- und Eckballvarianten ausgeklügelt. In der dritten Trainingseinheit wurden eben diese auf die Probe gestellt. Trotz frühlingshafter Temperaturen bestand S.Bus. darauf, in der Winterjacke zu trainieren, was dem Trainier missfiel. Auch heute durfte die Kneippeinheit nicht fehlen. Noch gestern bluffte V.D., heute in das kühle Nass zu springen. Spoiler: Höchstens seine Zehen „dunkte“ er für wenige Sekunden im Pool. Einige Spielerinnen demonstrierten ihm eindrücklich, dass vollständiges Eintauchen durchaus möglich ist.
Der Fokus heute lag auf dem Testspiel gegen den FC Oerlikon Polizei (NLB). Nach einer rund vierzigminütigen Fahrt erreichten wir einen altbekannten Ort. Das letztjährige Trainingslager fand nämlich dort statt. Sozusagen Heimvorteil! Das Team zeigte eine solide Leistung und setzte die besprochenen Ziele zur Zufriedenheit des Trainers um. Am Ende stand dennoch eine 1:2-Niederlage auf dem Matchblatt. Für den zwischenzeitlichen Ausgleich war A.Ba. besorgt. Die Redaktion erlaubt sich daher eine kleine Anpassung des „Worts zum Sonntag“: „Loh d A.Ba. nie schüsse.“
Einige Facts zum Match:
• V.K. alias Tentakel-V. sah das gelbe Papier. Sie behauptet, absichtlich ausserhalb des Strafraums gefoult zu haben. Taktisches Meisterwerk oder kreative Ausrede?
• D.B. identifizierte eine Schwalbenkönigin und teilte dies dem ganzen Personal lautstark mit.
• Torhüterin S.G. zeigte aufgrund akuten Personalmangels plötzlich Stürmerqualitäten. Multitasking vom Feinsten.
• Das Training im Schwingkeller hat sich ausgezahlt! Trotz grosser Bemühungen der Gegnerin blieb F.S. nach einem Hosenlupf standhaft und entkam der brenzligen Situation mit Würde (und Hose).
Alle Spielerinnen sowie der gesamte Staff erhielten von Gruppe Charlie den Auftrag, zwei Wahrheiten und eine Lüge einzureichen. Am Abend folgte die Stunde der Wahrheit. Mit einer Mischung aus Entsetzen und milder Überraschung erfuhr das Team, dass Familie S. die kleine M.S. doch tatsächlich auf einem Baum vergessen hatte. Ebenso rätselhaft bleibt, wo unsere fleissige Physiotherapeutin A.H. über 100 Paar Socken verstaut.
Das Team Alpha setzte sich gekonnt vor dem Team D’Mosliger durch. Team Echo rettete sich auf den dritten Platz. Das ehrgeizige Team Bravo rund um V.D. musste eine Niederlage einstecken. Morgen beim Frühstück wird ihnen die Ehre zuteil, die hübschen T-Shirts zu präsentieren. Das ganze Hotel darf sich freuen.
Die Redaktion F.S. und A.B. verabschiedet sich nun in eine wohlverdiente, längere Erholungsphase.
A.H. hingegen wird weiterhin gefordert sein. Es wurden mehrere angerostete „Gsteller“ gesichtet, die kaum mehr selbstständig die Treppe hinunterkommen.








