Trainingslager 2026 – 2. Tagebucheintrag
Samstag, 28. Februar 2026
Gleich zu Beginn sorgt V.D. für modische Akzente, indem er seine Tenue kreuzfalsch anzieht. Wahrscheinlich ein neuer Trend, den wir einfach noch nicht verstanden haben. Die Busse gab es natürlich trotzdem. Während wir das verdauen, kämpft A.Ba. am Frühstücksbuffet ums Überleben. Der Kellner wollte ihr tatsächlich das Essen wegnehmen! In einer spontanen Mischung aus Ureinwohnersprache, Gestik und purem Überlebensinstinkt verteidigte sie ihr Frühstück – sprachlos, aber siegreich. Auf dem Trainingsplatz verabschiedete sich dann V.D.’s Tafel dramatisch ins türkische Nirgendwo. Dies aufgrund mangelndem Zielwasser unserer Trainingsnachbarn. Seine Magnetmenschen liegen vermutlich immer noch im Rasen und warten sehnsüchtig auf Rettung. Vielleicht gründen sie inzwischen ihre eigene Liga. M.S. rettete sich spektakulär von einer dramatischen Kollision mit dem Minitor. Weniger Glück hatten die Knie… nach zehn Minuten Training waren die ersten schon blutig. Lange Hosen wären vielleicht eine Idee gewesen. Aber bei dieser warmen Sonne? Unvorstellbar! Die Knie leiden, die Stimmung blüht. Zur Regeneration gab es dann 6–7 Minuten Kneippen. Auch laut den Jungendsprächlern scheint dies eine passende Zeit für ein solches Event zu sein. Wir fühlen uns jetzt praktisch wie Profis.
D.B. bewies ungeahnte Kräfte, indem sie in Aufruhr plötzlich die Türklinke in der Hand hielt. Ab sofort kann sie Türen wohl in jeder Lebenslage öffnen. Mit oder ohne Griff, sie hat alle Türen im Griff. M.T. wiederum seziert beim Mittagessen seelenruhig einen ganzen Fisch, während rundherum entsetzte Gesichter zu sehen sind. Vielleicht gibt es morgen einen offiziellen Fischchirurgiekurs für S.B. Die A.B.’s wollten mutig die “Bohnen“ probieren. Diese entpuppten sich jedoch als scharfe Chilis. Sehr scharf, roter-Kopf-und-Tränen-scharf, also wirklich scharf. Hoffen wir, dass es bei einem einmaligen Geschmackserlebnis bleibt.
Beim matchlen fehlen V.D. dann plötzlich die Worte. Ob es an unserem überragenden Spiel liegt oder einfach in seiner Natur liegt, bleibt offen. Dafür wird “Routage“ zum neuen Lieblingswort und mit gewohnter Begeisterung mehrfach wiederholt, vermutlich bis zur Rückreise. Zum Ende des Nachmittagstrainings stand die erste Fussballchallenge an. Team B – Bravo wollte uns das “hoch ins Tor schiessen“ mit dem schwachen Fuss näherbringen. Dies gelang vor allem Team E sehr gut, dem Team C misslang dies leider. Somit war dann auch der nächste Verlierer bekannt und die Abendgarderobe wurde erneut aufgefrischt. Somit bekam M.H.’s neue Brustbehaarung am Abend ihren ersten öffentlichen Auftritt. C.H. wirft nicht nur leere Wasserflaschen weg, sondern auch M.T.’s berüchtigter Massageböllläää. Ein Verbrechen, das vermutlich noch lange nicht verziehen wird. Es scheint sowieso nicht C.H’s Tag gewesen zu sein. Denn zudem bezeichnet sie S.Bu. als “Tweety“ – obwohl Tweety eigentlich die Hauskatze der Haslers ist. Wo genau da die Ähnlichkeit liegt, wird wohl für immer ihr Geheimnis bleiben.
Abends wollten drei Durstige ganz harmlos drei Bier bestellen. Der Kellner verstand jedoch Teamgeist anders und brachte 18. Offenbar sah er uns und dachte: “Die schaffen das.“ Und irgendwie… taten wir es auch. Die berühmten “Schoppen“ wurden später vom Barkeeper mit frischer Milch gemixt und auf dem Silbertablett serviert. Hoffentlich bleibt unseren Proteintrinker dieser Service für immer erhalten. Auf der Suche nach dem Konferenzraum wurden A.Ba. und V.D. ins Untergeschoss gelotst, nur um auf dem Rückweg nach oben prompt eingesperrt zu werden. Dramatischer Höhepunkt! Zum Glück nahm S.Bu. das mobile Endgerät ab und rettete uns aus der Gefangenschaft. Und dann – kaum zu glauben – wurde es tatsächlich noch seriös. Das Taktiktraining stand an. Wir lernten einiges über unser Team, feilten an Details für die Rückrunde, Standardtraining und das Testspiel. Zwischen Magnetmenschen, Chili-Bohnen und 18 Bier haben wir also tatsächlich auch Fussball gespielt.
Redaktion A.Ba. und M.H







