Trainingslager FFT1 2026 – Tag 6 & 7

Trainingslager 2026 – Tagebucheintrag six-seven

Mittwoch, 4. März 2026 und Donnerstag, 5. März 2026

Ein letztes Mal wurden die legendären T-Shirts ausgeführt. Man merkte: Heute hängt ein Hauch von Wehmut in der Luft – oder es war einfach Müdigkeit. Beim Frühstück blieb es erstaunlich ruhig. Leere Blicke, Kaffee und das stille Wissen: Es ist der letzte Tag in Antalya.

Dann Kraftraining mit A.H. – und plötzlich wurde es anatomisch. Bein-Längs-Achse, Verletzungsprävention, Aufklärung über Kreuzbandriss. Während wir beeindruckt nickten und so taten, als hätten wir schon immer gewusst, wo genau das Kreuzband sitzt (Spoiler: im Inneren des Knies), stellten S.Bus. und V.K. fest, dass sie beim Massieren vor Spielen offenbar nie ihr Kreuzband aktivierten, sondern ihr Fettgewebe. Wir wissen jetzt: Das Kreuzband ist von aussen nicht zugänglich. Schade eigentlich, hätte man sich einiges an Tape sparen können.

Im praktischen Teil wurde es wild. A.H. und V.D. verteidigten unseren Raum wie zwei Türsteher/innen am Dorffest und verscheuchten fremde Hotelgäste mit Blicken, die selbst Möwen vom Buffet fernhalten würden. M.F. wiederum lebte bei der Copenhagen-Übung einmal mehr seine innere Arielle aus. Die Pose sass, die Körperspannung sass weniger – und am Ende tauchten sogar die Flossen ins kühle Nass. Meerjungfrauen-Vibes mitten im Kraftzirkel.

Beim wohlverdienten Mittagessen dann die grosse Enthüllung: Offenbar sind mehr Mitspielerinnen miteinander verwandt, als bisher angenommen. Fazit: „Es hangen alle am gleichen Baum, ausser der Baum.“ Tiefgründiger wird es diese Woche nicht mehr.

Vor dem Nachmittagstraining genossen wir nochmals die Sonne. Pflichtbewusst wurde eingecremt – wir wollten schliesslich nicht aussehen wie die englischen Gäste an unserem Hotelstrand. Apropos England: Im Abschlusstraining flossen taktische Learnings aus dem gestrigen Spiel Ukraine vs. England ein. Hochseriös. Fast schon Profi-Niveau.

Warm-up, dann das traditionsreiche Jung gegen Alt – inklusive Staff. A.H. musste ihre ON-Schuhe kurzerhand mit rotem Tape in Fussballschuhe umfunktionieren. Dieses Wunder-Tape verwandelte sie in ein echtes Ass. Krönung: ein wunderschönes Tor, das die Jungen kollektiv verstummen liess. Torfrau S.G. hatte offenbar nostalgische Gefühle und aktivierte ihre Ebnater Stürmerinnen-Vergangenheit. Hattrick. Die Jungen wurden fachgerecht abgefertigt. Man munkelt, die alte Garde habe am Vorabend ausreichend Zielwasser konsumiert.

Danach Fussballtennis – offiziell, damit die Jungen aufholen können. Inoffiziell, um die Rivalitäten nochmals aufleben zu lassen. Es wurde hitzig. Sehr hitzig. Teilweise grenzwertig ehrgeizig. Namen sind der Redaktion bekannt und werden gegen Naturalien eventuell weitergegeben.
Am Ende setzten sich die alten Hasen durch. Routine und bessere Trinktechnik schlagen jugendlichen Übermut.

Nach dem Training ging es ein letztes Mal ins kühle Nass zur Regeneration. Beine rein, Stolz raus, Muskelkater ignorieren. Später versammelten wir uns gemeinsam für den Sonnenabgang – kurz still, kurz romantisch, kurz so, als wären wir ein seriöses Team.

Das Abendessen wurde ein letztes Mal zelebriert, bevor die grosse Challenge-Rangverkündigung folgte.
Rangliste:

1.     Echo

2.     Alpha und D’mosligers

3.     Beta

4.     Charlie

Es gab süsse Belohnungen, Dankesreden und mindestens drei emotionale „Also ich sag jetzt nichts mehr“-Momente, bevor doch noch etwas gesagt wurde.

Der Abend klang mit einem oder auch etwas mehr Drinks aus. Teamgeist wurde nochmals flüssig bewiesen. Das Hühnerspiel wurde aufgelebt und unserem Betreuer Adil sowie dem Hotelpersonal vertraut gemacht. Begeisterung pur.

Der nächste Morgen kam schneller als uns lieb war. Um 07:00 Uhr sassen wir beim Frühstück – müde Gesichter und kleine Augen. Der gestrige Abend hing noch etwas in den Knochen.

Am Flughafen von Antalya traf uns dann der nächste Schock: die Kaffeepreise. Um unsere Kaffeesucht zu stillen, hätten einige fast eine Niere verkaufen müssen. Bei Starbucks erhielt S.B. nach sorgfältigem Buchstabieren ihres Namens kurzerhand eine neue Identität. Auf dem Becher stand stolz: SEAVRE. Wir akzeptierten das ohne weitere Fragen.

Zum Abschluss deckten sich noch alle mit Snacks für den Flug ein. Danach hiess es: Oke, tschau Antalya.

Zwischen Lachen, Umarmungen und Spielen mit leicht fragwürdigen Regeln wurde klar: Dieses Trainingslager hatte alles – Fussball, Spass, Teambuilding, anatomische Erleuchtung und genug Zielwasser für eine ganze Rückrunde.

Antalya, du warst wild. Tesekkür ederim. Tamam. Güle Güle.

Redaktion F.B., S.B. (alias SEAVRE), S.Bus. Und V.K.– immer noch leicht müde, aber glücklich und dankbar. Bis gli ufem Tschuttiplatz!

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