Matchbericht Bütschwil – Flawil

Niederlage nach ausgeglichenem Spiel
Bei kühlen Temperaturen verlor der FC Bütschwil auf heimischem Rasen gegen den FC Flawil. Eine bittere Niederlage - Bütschwil war nicht zwingend die schlechtere Mannschaft und musste sich zudem über einen nicht gegebenen Elfmeter ärgern.
Mangelnde Präsenz im Mittelfeld und fehlende Ideen in der Offensive führten dann aber dazu, dass man sich nach 90 Minuten geschlagen geben musste.

Hinten sicher, vorne unglücklich
Pünktlich um 17:30 wurde das Spiel auf der Breite angepfiffen. Für das Heimteam war klar, dass man 3 Punkte brauchte, um sich in der Tabelle zu etablieren. Selbiges galt jedoch auch für die punktgleichen Gäste aus Flawil.
Nach 7 Spielminuten ging ein Aufschrei der Empörung durch die Breite. Sahman, zuvor von Sennhauser klug angespielt, wurde im Strafraum von den Beinen geholt. Der Pfiff des Schiedsrichters blieb jedoch zu Unrecht aus - Glück für die Gäste!
In der 13. Minute wurde Bütschwil schon wieder gefährlich. Manser verpasste eine Hereingabe von Sennhauser nur knapp per Kopf - ein solider Auftakt des Heimteams.
Dann aber übernahm Flawil nach und nach das Spielgeschehen. Sie kontrollierten das Mittelfeld und kamen immer wieder gefährlich über die Flügel zu Chancen.
So etwa in der 25. Minute, als die Nummer 15 von Flawil einen Ball gefährlich in den Strafraum brachte. Nur der schnellen Reaktion Burtschers war es zu verdanken, dass es noch immer 0:0 stand.
Oft wurde Flawil über links gefährlich, doch immer konnte ein Bütschwiler im entscheidenden Moment noch klären. So war es in der 30. Minute Schönenberger K., der nach erneuter Flanke von links durch ein gewonnenes Kopfballduell schlimmeres verhinderte. Defensiv scheinen die Bütschwiler sattelfest.
Gegen Ende der ersten Halbzeit wurden sie dann auch endlich offensiv wieder etwas aktiver. In der 36. Minute spitzelte Sennhauser den Ball über den Gegenspieler auf Sahman, der nun alleine vor dem Tor stand, jedoch entschied der Schiedsrichter auf Abseits. Es war eine denkbar knappe Entscheidung.
In der Abfolge kam der FC Bütschwil zu mehreren guten Chancen. In der 39. Minute spielte Mazenauer seinen Captain Sennhauser mit einem klugen Pass in die Tiefe an, dieser wurde jedoch in letzter Sekunde am Abschluss gehindert. Kurz darauf setzte sich Manser auf dem Flügel durch, spielte wieder Sennhauser an, der den ersten Gegenspieler gekonnt aussteigen liess, dann jedoch wieder knapp vor dem Tor scheiterte - ein Verteidiger konnte seinen Schuss gerade noch mit dem Fuss abblocken.
Kurz vor der Pause versuchte Schönenberger M. den Torwart aus ungefähr 25 Meter zu überlisten - beinahe wäre sein Vorhaben geglückt, der Ball ging nur knapp über die Latte.
Alles in allem war es eine ausgeglichene erste Halbzeit. Der FC Bütschwil hinten solide und gegen Ende auch in der Offensive mit guten Akzenten. Der nicht gegebene Elfmeter schmerzte jedoch.

Gegentore und fehlende Ideen
Die zweite Halbzeit begann fulminant. Bereits nach einer Minute wurde ein gegnerischer Stürmer per Flanke angespielt und kam zu einer guten Schussmöglichkeit. Er traf den Ball jedoch nicht richtig und der Schuss landete neben dem Tor.
Danach war es Mazenauer, der mit einem guten Freistoss den Torwart der Flawiler prüfte. Der hielt souverän und leitete mit einem weiten Auskick gleich die nächste Torchance ein: Die Nummer 10 von Flawil, schon vorher durch seine Schnelligkeit aufgefallen, sprintete seinen Verteidigern davon, scheiterte dann aber am souveränen Burtscher.
Das Spiel war jetzt ein offener Schlagabtausch und das erste Tor schien lediglich eine Frage der Zeit.
In der 50. Minute flankte Mazenauer den Ball in den gegnerischen Strafraum. Dort war es Hollenstein, der sich nach grossem Getümmel und Herumgestochere plötzlich mit der Chance sah, sein Team in Führung zu bringen. Sein Schuss wurde aber auf der Linie von einem Gegenspieler geklärt. Auch der Nachschuss von Wiprächtiger führte nicht zum so dringend benötigten Tor - der Torwart klärte in äusserster Not.
In Minute 57. dann der Schock für die Bütschwiler. Ein vermeintlich harmloser Eckball führte zum 0:1 der Gäste. Der Torschütze warf sich in den relativ tief geschossenen Eckball, wird am Rücken vom Ball getroffen, der von dort unhaltbar ins Tor segelte - Glückstor! Nichtsdestotrotz 0:1 für Flawil.
Nun wäre eine Reaktion des Heimteams gefordert gewesen, das jedoch wirkte durch diesen Gegentreffer wie gelähmt. Die Flawiler hingegen spielten jetzt befreiter auf und schon 10 Minuten später stand es 0:2. Der Spieler mit Nummer 10 ist es, der zuerst an der mirakulösen Parade von Burtscher scheiterte, dann aber mit dem Nachschuss das zweite Tor für sein Team schoss. Das war der Genickbruch für das Heimteam.
Nach diesem zweiten Gegentor hatte man nie das Gefühl, dass der FC Bütschwil noch zu einer Reaktion fähig war. Lediglich durch Einzelaktionen oder Standards wurde man vereinzelt noch gefährlich, die zündenden Ideen in der Offensive fehlten jedoch.
Zwar startete der FC Bütschwil vielversprechend in die zweite Halbzeit, spätestens ab dem 2. Gegentor war die Luft aber draussen. Alles in allem verschenkte man zu viele Bälle durch ungenaues Passspiel, im Mittelfeld fehlte die Präsenz und in der Offensive die Ideen. Nächsten Samstag haben die Bütschwiler die Chancen es besser zu machen: Sie treffen auswärts auf Pfyn. Hopp Bütschwil!

Matchtelegramm
Datum: 12. Oktober 2013
Spielort: Sportplatz Breite, Bütschwil
Zuschauer: 150
Spiel: Bütschwil - Flawil
Resultat: 0:2 (0:0)
Aufstellung FCB: Burtscher, Schönenberger K. (80. Bamert), Oberholzer, Scherrer, Wiprächtiger, Hollenstein (63. Fust), Schönenberger M., Mazenauer, Manser, Sahman (70. Truniger), Sennhauser

(Gianluca Mathis)